28 Mrz 2007

Ein letztes Hoppi-Hoppi unserem Nölli

20060504_noelli_150.jpg Für uns Hoppis stand heute ein schwerer Gang an. Wir sind wieder einer weniger, denn “unser” Nölli hat uns bereits vergangene Woche verlassen und wurde heute im kleinen Kreis zu seiner letzten Ruhestätte begleitet. Aus Rücksicht und auf Wunsch der Familie versuche ich mich erst heute an einem Nachruf – schon wieder für einen guten Freund.

Ich kenne die Hoppis ohne Nölli gar nicht, er gehört zu den Urgesteinen unseres Stammtisches. Unsere feste Sitzordnung legte fest, dass Nölli und ich immer nebeneinander saßen. Das ist kein unwesentlicher Punkt, denn beim Würfeln konnte man immer wieder seinen Nebenmann aufs Korn nehmen. So brachte ich es immer mal wieder fertig, ihn zu einem sogenannten “Lustwurf” zu verleiten, der uns allen dann eine “Lustrunde” einbrachte :-) . “Verdammter Mist, Du Sauhund! Dich kriege ich aber auch noch…” waren dann immer seine Worte, die die allgemeine Heiterkeit nur noch mehr anheizten. Und am meisten Spaß hatte dabei Nölli selber (und ärgerte sich immer fürchterlich über sich selbst, das war schon fast Kult).
noelli_traueranzeige.jpg Fußball war sein Leben. Ob als Spieler oder – so kannte ich ihn – als Betreuer bei Viktoria Goch, deren Mitglied er jahrzehntelang war. Seine Anekdoten waren immer anhörenswert wie auch die Analysen des letzten Spieles, die wir von ihm quasi aus erster Hand viel authentischer bekamen als es uns z.B. die Presse hätte vermitteln können. Dabei wurde er nie persönlich, auch die “wüsten” Geschichten erzählte er immer so, dass sich niemand auf den Schlips getreten fühlen musste. Trainingslager auf Mallorca inbegriffen ;-)
1995_noelliundich_scanimage005.jpg Nölli war eigentlich immer guter Laune, konnte manchmal aber auch recht “knurrig” sein. Es war schon bewundernswert, wie gut er immer drauf war, denn was nicht viele wussten: Er war gesundheitlich ständig im Kampf und Kompromiss mit dem Zucker konfrontiert. Natürlich wussten das auch wir Hoppis, wie wir auch wussten, dass und wo er seinen Traubenzucker für den Fall der Fälle mithatte.

Kurz vor Weihnachten letzten Jahres statteten wir Nölli einen Besuch ab, von dem wir nicht wissen konnten, dass er ein Abschiedsbesuch sein würde, nachdem wir noch im September ein wenig seinen Geburtstag nachgefeiert hatten.

Wir werden Nölli nie vergessen und sind froh und stolz, dass so ein feiner Kerl zu uns gehörte. Vielleicht kann er ja jetzt wieder schmunzeln und mit uns anstimmen, wenn wir ihm still und leise ein letztes Ehrenständchen bringen:

“Unserem Nölli ein dreifaches Hoppi-Hoppi in de hohle Koppi – Hallelujaaaaahh” :w:

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