12 Okt 2008

Feierabend-Nebel am sonntäglichen Niederrhein ist eine ungute Konstellation…

20081012_nebel_franzose_Dsc00002.jpg Über Sonntagsfahrer habe ich mich ja schon ausgelassen beklagt, heute kam aber auch noch ein “feiner” niederrheinischer Nebel dazu. Und weil es um 19.45 Uhr schon duster war wie im Bärenar***, gab es auch nix zu glotzen. Wie auch bei der Suppe? Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass man gerade als Auswärtiger da etwas verhaltener fährt. Das mache ich auch nicht anders und fahre deutlich “unzügiger” als sonst, auch wenn ich die Strecke natürlich in- und auswendig kenne…

Es muss aber absolut nicht sein, wenn jemand mit KLE-Kennzeichen mit 40 (!) KM/h daherschleicht, eine lange Schlange hinter sich herzieht und folglich auch zum Überholen quasi schon fast provoziert, anstatt an die Seite zu fahren, den Wagen abzustellen und auch in Zukunft auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückzugreifen :doh : . Unsere Straßenverkehrsordnung regelt das gleich im ersten Paragraphen:

§ 1 Grundregeln
[...]
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Ich habe das damals so gelernt: Langsamere Fahrzeuge haben ggf. rechts anzuhalten und die hinter ihnen folgenden vorbeizulassen.

Was es zu meiner Zeit damals nur als Extra und somit ganz selten gab waren Nebelschlussleuchten. Für deren Einsatz gibt es aber ebenfalls – aus gutem Grund – Richtlinien. Eine davon ist, also so habe ich es noch gelernt und habe mich auch immer dran gehalten: Sobald ein Fahrzeug hinter einem ist: Nebelschlussleuchte aus!

In Frankreich scheint man das aber anders zu interpretieren. Schnurzegal, ob der Hintermann einige Male aufblinkt um zu signalisieren “Hallooo, hier ist jemand hinter dir, mache mal das Licht etwas freundlicher”, nö, die Leuchte bleibt an. Stur. Und weil wir diesen Heckenpenner unserer Autoschlange (Unterschied zwischer der und einer richtigen Schlange? Klar, bei der Autoschlange ist das Ar***loch vorne :m: ) als “Zugpferdackergaul” vor uns hatten blieb mir die Muße das obige Foto meines vermutlich überforderten Vordermannes aus Frankreich (jaja, gelbes Nummernschild, aber war in dem Fall echt mal kein verkappter Campingwagen) zu schießen…

Das spielte sich jetzt nun alles auf dem Weg vom Flughafen Laarbruch in Richtung Weeze ab. Eine Strecke, auf der man nicht einmal bei tollster Sicht “bequem” überholen könnte. Auf diesem Weg kommt ein Abzweig in Richtung Well. Ab da geht es in leichten Bögen weiter, vorbei am Restaurant “Waldhaus Diks” (liegt vor der Kreuzung rechts in der Fahrtrichtung direkt an der Straße, Andres :D ). Keine Chance zum Überholen, wie gesagt auch bei bester Sicht nicht, höchstens mal ein landwirtschaftliches Fahrzeug und das nichtmals immer.

Und was sehe ich da im Rückspiegel? Da überholt einer die Kolonne, in der natürlich nur der bei 40 KM/h nötigste Abstand vorherrscht, weil alle einen Hals auf den Heckenpenner da vorne haben. Ein dicker BMW mit Münchener Kennzeichen rauscht an allen vorbei, bremst mal hie und bremst mal da, weil er ganz offenbar diese Strecke nicht im Entferntesten kennt. Immer schön auf der Gegenspur. Innerlich richtete ich mich schon drauf ein, dem Franzosen vor mir persönlich die Meinung zu geigen und ihn auch gleich dafür bei der Polizei anzeigen zu können, denn ich ging davon aus, dass es in wenigen Sekunden einen BMW weniger auf Deutschlands Straßen geben würde und entsprechend schon an mein Handy gedacht, um Notarzt und Polizei zu rufen… Ist wie durch ein Wunder gutgegangen. Herbstsonntags kurz vor 20 Uhr auf einer kurvigen, vernebelten Straße, die zum Flughafen führt :doh : .

Wir zockelten in diesem Gänsemarschtempo weiter bis zur Kreuzung an der Aral-Tanstelle in Weeze. Ich dachte mir schon, dass vor allem die Auswärtigen rechts abbiegen würden und hoffentlich auch das Verkehrshindernis. Letzteres blinkte zu meinem Entsetzen jedoch wie ich links, den Franzosen war ich aber los. Nicht jedoch, ohne kräftig hupend an ihm vorbeizufahren. Der Depp schien zu bremsen und irgendwas nicht zu kapieren, war mir aber egal. Mein Vordermann und ich “griffen” uns die Seifenkiste jedenfalls noch am Brückenfuß. Neiiiiin, nicht dass der Idiot wenigstens jetzt den rechten Rand benutzt hätte, um uns vorbeizulassen. Nö, es wurde weitergezuckelt…

An den BMW-Fahrer, den Franzosen und das Verkehrshindernis zum Abschluss meine Meinung zu solchen Verkehrsteilnehmer wie ihr: :sti : Geht zu Fuß oder macht sonstwas, aber bleibt weg vom motorisierten Straßenverkehr! Ihr seid solche Typen, die auch bei schönstem Wetter denselben Fahrstil und dieselben “Regelauslegungen” habt. Ihr seid doch solche Typen, die sogar als Fußgänger in der Fußgängerzone unnötige Staus verursachen… Man, bin ich stinkig, jetzt noch.

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2 Kommentare

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    Thomas

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    13 Okt 2008

    Die Nebelschlußleuchten sind bei Neuzulassungen seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunders Vorschrift. Leider scheint das Wissen über die richtige Anwendung derselben bei weitem nicht so weit verbreitet zu sein wie die Leuchten selbst.

    Ich “liebe” ja immer die, die bei leichtem Nebel mit eingeschaltetem Hintermandblender mit 150 über die Autobahn brettern, wo doch jeder wissen sollte: “Nebelschlussleuchte an, Tempo max. 50 km/h”

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  2. gravatar

    Maik

    via Website

    13 Okt 2008

    Da hilft nur eines: Nebelschlußleuchte an – Auto drosselt auf 50 km/h.

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