29 Apr 2010

Landesministerin auf Abschiedstournee

Wie immer alle Stimmen für die SPD Für ein Unternehmen ist es doch erstmal immer eine Ehre, wenn sich Besuchergruppen einfinden. Das ist doch Werbung, die nun wirklich nicht abzuschlagen ist und darf. Mir persönlich ist es eigentlich immer egal, um welche Gruppen es sich handelt, solange die sich nicht in meinen Arbeits-/Laufweg stellen :-) . “Geh’nse bitte mal bei Seite, Sie stören auch hier mal wieder.” hätte ich heute sagen können, wenn ich gewollt hätte, habe ich aber natürlich nicht ;-) . Oder: “Oh, auf Ihre letzten Ministerinnentage noch unterwegs im Kreis Kleve, Frau Thoben?” Habe ich auch nicht, die Gelegenheit bekommen allerdings ebenfalls nicht… Ich hatte sogar den Eindruck, dass unser Chef lieber schnell weg von mir wollte mit der Gruppe, ist aber nur Spekulation ;-) .

Dabei bin ich doch irgendwie durchaus politkompatibel diesbezüglich, denn wir hatten ja bereits Besuch eines Landtagsabgeordneten. Na gut, ihn habe ich seinerzeit “offensiv” begrüßt. Man kennt sich ja.

Das Parteibuch interessiert mich doch nicht die Bohne, wenn Besucher durch unser Straelener Bonduelle-Werk geführt werden. Natürlich spricht man im Kollegenkreis darüber und natürlich werden – gerade eine Woche vor der Landtagswahl – Sprüche geklopft unter Kollegen, die auch wissen, dass ich ein bestimmtes Parteibuch besitze und gerade über diese Ministerin alles andere als gut zu sprechen bin (nicht nur über diese Ministerin, ist klar…). Da wird gewitzelt ohne Ende.

Natürlich habe ichwie immer auf die Besuchergruppe geachtet – aus Sicherheitsgründen. Die wollen doch auch was sehen, also warum nicht normal weiterarbeiten?

Wenn ich aber von “Delegationsmitglieder”, den Erläuterungen der Betriebsführung abgewandt, nur schon Gesprächsfetzen mitbekomme (zufällig, weil ich gerade dran vorbeiging) wie “…nach der Landtagswahl…”, dann bezeifle ich nicht den Sinn von Besuchergruppen bei uns, aber fühle mich in meinem Gefühl bestätigt, dass man sich nur mit fremden Federn schmücken möchte und der eigentliche Besuch nur einer von vielen lästigen Terminen auf der letzten Etappe eines Landtagswahlkampfes ist. Dazu war ich lange genug kommunalpolitisch aktiv, um sowas nicht einschätzen zu können.

Jedes Interesse an meinen Arbeitgeber und – natürlich – dessen Standort Straelen begrüße ich natürlich. Aber ehrlich muss es sein. Und das sage ich auch an die Adresse meiner eigenen Partei. Auch im Kreis. Nach der Wahl….

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Kategorie » Jux, Spaß, Satire,Schichtgeschichten,Staat und Gesellschaft «

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