27 Okt 2006

Mal wieder haltloser Unsinn der Gocher Grünen?

Unser Bürgermeister Karl-Heinz Otto wurde nebst seiner Stellvertreterin Gaby Theissen (beide CDU) und deren Ehepartnern vom auch in Goch angesiedelten türkischen LKw-Anhänger-Produzenten Tirsan nach Istanbul eingeladen, wo eine Neueröffnung auf dem Plan stand. Es ist bekannt, dass die Stadt Goch und das türkische Unternehmen eine freundschaftliche Partnerschaft verbindet und diese Einladung keineswegs mit irgendwelchen aktuellen “Hintergedanken” behaftet war, denn es stehen keinerlei diesbezügliche Entscheidungen an, die es seitens des Unternehmens auf diese Art schmackhaft zu machen galt.

Einzig die Gocher Grünen in persona ihres Fraktionschefs Heinfried van de Loo wittern hier mal wieder einen “Skandal” und poltern laut und vernehmlich durch die niederreinische Presselandschaft, weil es ja ansonsten auch nichts von ihnen zu hören und lesen gab und gibt. Ausgerechnet van de Loo, der Oberpöstchenjäger der Grünen in Goch und im Kreis Kleve, bläst die Backen mal wieder auf. Wie immer bei ihm: Mit lauwarmer Luft.

Die Ratsfraktion der Grünen fordert nun also eine Erklärung des Bürgermeisters über diese Reise. Na gut, das ist ihr gutes Recht, wird man jetzt sagen, aber dazu muss man die Gocher Grünen auch etwas kennen. Sie finden hier faktisch nicht statt, haben sich als unzuverlässig erwiesen und damals schon bei der ersten Gelegenheit nach der Kommunalwahl ihren eigenen Wahlkampf in einem wesentlichen Punkt (Brechen der absoluten CDU-Mehrheit) ad Absurdum geführt. Dies übrigens, um somit den Posten des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Stadt Goch Holding GmbH für Herrn van de Loo zu sichern.

Walter Meischner, der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Gocher Stadtrat äußert sich dann auch wie folgt:

“Persönlich betrachte ich die von Herrn van de Loo gewählte Vorgehensweise als ausgesprochen mies und eines Fraktionsvorsitzenden für unwürdig. Insbesondere unter Berücksichtigung der von Herrn Otto gepflegten vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen Fraktionen im Rat der Stadt Goch, aber auch der oftmals geäußerten hohen Ansprüche an andere, die der Fraktionsvorsitzende der Grünen wiederholt artikulierte.”

Er stellt auch die Frage, inwiefern

“der Vorsitzende des Aufsichtsrates eines der Stadt Goch gehörenden Wirtschaftsunternehmens den erforderlichen Weitblick für dieses Amt hat”

Hier muss sich aber sowohl Meischner, als auch die komplette CDU-Fraktion die Frage bzw. den Hinweis darauf gefallen lassen, wieso sie ihm damals diesen Posten zugeschanzt haben, nämlich um sich die Stimmen der Grünen bei der Wahl der stellvertretenden Bürgermeister zu sichern. Die Schwarzen würden gut dran tun, den Ball also diesbezüglich etwas flacher zu halten!

Van de Loo kritisierte unter Anderem den Zeitraum der Reise. Die ging vom 19. bis 23. Oktober, die Veranstaltung Tirsans fand am 20.10. statt. Jetzt wittert er natürlich Ringelpitz mit Anfassen, Tralafiti und Halligalli.

Es gibt da einen treffenden Spruch von Dieter Nuhr, der da heißt

“Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal die Fresse halten.”

So drastisch würde ich es natürlich nicht ausdrücken, aber es sollte klar sein, was gemeint ist.

Gerade nämlich in Bezug auf den Reisezeitraum im Vergleich mit den Kosten einer solchen Flugreise hätte sich Herr van de Loo – wenn schon der eigene Verstand mal wieder nicht dem schnelleren, Medienwirksamkeit erheischenden, Mundwerk hinterherkommt – mal bei seinem Ratskollegen und diesbezüglichen Fachmann Gustav Kräussl (Ratsmitglied der ZIG – Zukunft in Goch) vorab erkundigen sollen.

Dieser rechnet nämlich süffisant (ich kenne Gustav und sehe ihn quasi vor mir, als er die Rechnung aufmacht) vor, dass der Bürgermeister trotz des längeren Reisezeitraumes eine Stange Geld gespart hat:

“Ich bin erschüttert darüber, dass Herr van de Loo in diesem Fall wenig Sensibilität an den Tag gelegt hat. Als Ratskollege hätte ich ihm empfohlen, sich vorher kundig zu machen. Dann hätte ich ihm gesagt: Wären Herr Otto und Frau Theissen am Donnerstag hin- und schon am Samstag zurückgeflogen, dann wäre das wesentlich teurer gewesen, dann hätte es wahrscheinlich nur Business-Tickets gegeben., wegen der starken Auslastung der Maschinen am Samstag. Am Sonntag wäre allenfalls eine kleine Ersparnis drin gewesen. Bei einem Rückflug erst am Montag ist eine so gravierende Ermäßigung möglich, dass die Reise, obwohl sie zwei Tage länger dauerte, im Endeffekt um einige hundert Euro billiger war, als wenn man schon am Wochenende zurückgeflogen wäre. Die Mehrkosten für das Hotel sind geringer als die Ersparnis durch den Montagsflug. Ich denke, es ist doch völlig legitim, die kostengünstigere Lösung zu finden!”

Wo Gustav Kräussl Recht hat, hat er nunmal Recht :-) . Von der SPD-Fraktion ist übrigens nichts dazu zu lesen oder hören. Wie ich finde, auch durchaus zu Recht und nur allzu verständlich. Es ist schon alles gesagt und das Schweigen sagt auch schon einiges…

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