Die Kommunalwahlen in NRW und vor allem im Kreis Kleve und natürlich hier vor Ort sind gelaufen. Dafür, dass ich mich eigentlich völlig “rausziehen” wollte aus der aktiven Kommunalpolitik und dann doch noch ins für mich eiskalte Wasser gesprungen bin, war es dann gerade zum Schluss doch noch recht heftig. Es ist eben etwas ganz anderes, ob man kandidiert oder eben nicht. Ob man in irgendeiner Position Verantwortung getragen hat oder nicht.
Das traf – auf Goch bezogen – für mich nicht zu und dennoch war ich natürlich auch angespannt am Sonntag, wenngleich ich auch deutlich gelassener gewesen zu sein scheine als einige andere, völlig egal von welcher Gruppierung…
Goch, Wahlbezirk 19 – Pfalzdorf, St.-Martin-Schule II
Dennoch war mir nicht wirklich wohl in meiner Haut, denn ich hatte ja den Pfalzdorfer Wahlbezirk 19 überhaupt nicht “beackern” können. Deshalb habe ich auch nicht mit einer Verbesserung rechnen können, sondern musste vielleicht auch wegen der Tatsache, als “Unbekannter” plötzlich aufzutauchen, mit einem herberen Rückschlag rechnen.
In diesem Bezirk hat sich Burkhard Stolle seit mehreren Jahren aktiv eingebracht und vor fünf Jahren mit 26,21 % ein sehr respektables Ergebnis für sich und die SPD erreichen können.
Unter den geschilderten Aspekten war ich wirklich nicht unglücklich über dann doch 21,4 % für mich und die SPD und mit 31,53 % nur 1,03 % weniger als vor fünf Jahren für Bettina.
Mehr Sitze trotz Stimmenverlustes
Na, mit der Meinung habe ich mir am Sonntag im Kastell aber Blicke eingeheimst… 
Vielleicht hat mich mein GochSPD-T-Shirt davor gerettet, “totgekuckt” zu werden. Ich merkte jetzt deutlich, dass ich viel zu gut drauf war und womöglich nicht davon überrascht, dass wir an das BFG Stimmen und natürlich auch Sitze verloren haben.
Fakt ist und bleibt aber, dass wir nach der Trennung jeweils 5 (von ehemals 10 gemeinsamen) Sitze hatten. Und nun sind es 7. Meine Güte, natürlich ist das alles blöd, aber wir müssen doch das Beste draus machen und dürfen doch auch – trotz allem Frustes – ein klein wenig den Kopf heben.
Gocher Bürgermeisterwahl und niederländischer WM-Fußball
War Holland schonmal Weltmeister? Ne. Aber mit durchaus ansehlichem Fußball zig Mal Vize
. Und was soll erst Bayer Vizekusen sagen oder gar der sogenannte blau(äugig)e “Meister der Herzen” mit den vielen Schulden? Na also!
Ich fand es mutig und gut, dass Bettina nochmal als Bürgermeisterkandidatin angetreten ist. Aus rein persönlichen Gründen entschloss sich auch das BFG für einen eigenen Kandidaten. Es ging ihm nur darum, möglichst im Wählervotum vor Bettina zu liegen, alles andere war und ist Kokolores!
Verzockt und weiterhin völlig uneinsichtig
Hat das BFG sich doch verzockt im Wahlbezirk 5! Nix Direktmandat, der Kandidat bleibt nach Jahrzehnten vor der Ratstür, denn natürlich wurde er nicht über deren Liste abgesichert. Und genau er will mir, der, als er ins Kastell kam, vor der Türe einen Suchtbolzen rauchte, nochmal einen erzählen, dass wenn “ihr keine eigene Kandidatin nominiert hättet…” das BFG dann einen gemeinsamen Kandidaten mitgetragen hätte.
Ich: “Bei einem Knickrehm hättest Du aber keine SPD-Wahlkämpfer gehabt.” Franz O.: “Wer sagt denn, dass es Uli gewesen wäre?” Ich: “Komm, hör’ auf mir hier einen von Taktik zu verklickern.”
Blicke in den Kreis Kleve
Da wird einem natürlich “schwarz” vor Augen… Aber natürlich zittert man mit, so dass sich der Gocher Pressesprecher Thorsten Matenaers, der im Kastell die Wahlergebnisse auf die Leinwände “klickte”, schon über den einen oder anderen Wunsch von mir wunderte
. Straelen? Geldern, Kevelaer, gut, da waren mit Hejo Eicker und Norbert Killewald Kandidaten mit guten Chancen am Start, aber hä? – Kerken Bürgermeisterwahl???? Jou, will ich mal wissen – und konnte endlich mal jubeln
.
Dass ich sehr viel von Bodo Wißen halte ist nicht unbekannt. Er hätte ganz sicher ein besseres Ergebnis verdient.
Wat nu?
Für mich ist das “Kurz-Comeback” wieder Geschichte, davon kann mal ausgegangen werden. Immerhin habe ich aus eigener Erfahrung hie und da Trost spenden können am Sonntag
. Gefreut hat mich, dass es wohl wieder Nachwuchs für die Gocher SPD gibt.
Jürgen Loosen von der Rheinischen Post fragt heute:
Da die Sozialdemokraten gerade mal noch 5,03 Prozentpunkte vor dem BFG liegen, darf man gespannt sein, wie die Führungscrew um die Kreisparteichefin Dr. Barbara Hendricks das Problem anpackt.
Dazu meine Meinung zum Abschluss:
Die Führungscrew der Gocher SPD wird das “Problem” schon selber anzupacken in der Lage sein. Da bedarf es meiner Meinung nach keinerlei Ratschläge aus dem Kreisvorstand!
Vielmehr muss dieser sich jetzt endlich mal fragen, inwieweit er selbst von der Basis weg ist!



03 Sep 2009
Andres Rennings
via Trackback
Goch hat gewählt…
Am Sonntag fanden ja, wie bekannt ist, die Kommunalwahlen statt. Dabei kam ein Ergebnis raus das man erstmal (für sich) sacken lassen mußte. Besonders wenn man sich wahlkampfmäßig richtig reingekniet hat kann man in der ersten Reaktion schonmal entsp…