20 Okt 2006

Unterstützung eines guten Zwecks

Ein weihnachtliches E-Book zusammenzutragen mit dem Zweck, den hoffentlich reichlich fließenden Spenden-Erlös uneingeschränkt benachteiligten Opfern von Kindesmisshandlungen/Kinderarmut zukommen zu lassen, das ist die Idee des“Querdenkers” Wolli. Er hat Recht, wenn er unter Anderem ausführt:

Einige haben schon Lust aber Bedenken, ob ihrer Fähigkeit geäussert. Denen sei gesagt: Ihr schreibt so schöne Blogbeiträge, da klappts auch damit!

Also mache ich da doch auch mit und sage hier bei mir auch, wie und womit. Und habe gemerkt, dass ich wohl als Sozi geboren worden sein muss :-)

Einleitung/Erklärung

Es war einmal, vor ungefähr dreißig Jahren, ein Junger und “Schöner”, der heute nur noch “und” ist. Der schrieb vollkommen sinnloses Zeugs auf, einfach nur so für sich, ohne sich jemals vorstellen zu können, dass das irgendwen mal interessieren könnte. So wird es jetzt wohl auch sein, aber nun ist die Zeit gekommen, sich ganz einfach damit einer guten Sache anzuschließen, egal, wie lächerlich seine damaligen Machwerke auch heutzutage anmuten könnten.

Der Bursche schrieb auch Gedichte, die in der Verwandtschaft immer Anklang fanden und echte Freude und gute Laune hervorriefen. Von 1977 und 1978 hat er seine Aufzeichnungen gefunden, das abschließende “Weihnachtsmärchen” müsste 1979 entstanden sein. Es ging ihm damals wie heute nicht um “richtiges” Dichten, sondern die Geste war es, die gezählt hatte. Das menschliche Drumherum war ihm damals schon wichtig und hat ihn bis heute geprägt – in den unterschiedlichsten Auswirkungen.

Mit solchen Kleinigkeiten konnte aber Freude verbreitet werden. Und da er nicht basteln konnte (und bis heute eine handwerkliche Niete ist), war das eine andere, eben seine, Art des persönlichen Dankeschöns. Das waren übrigens noch Zeiten, mit ß…

Weihnachtsgedichte 1977

an Mutti:

Die Frühstücksbrettchen sind für Dich,
denn’s Brot soll nicht kommen auf den Tisch.
Die Tischplatte wird nicht mehr zersägt,
wenn man die Krümel herunterfegt.
Ich wünsche Dir ‘nen guten Rutsch,
denn’s alte Jahr ist sehr schnell futsch.
Auch wünsch’ ich Dir ein frohes Fest,
auf daß es nichts zu wünschen übrig läßt.

an Papa:

Eingezogen nun sind wir,
ein neues Jahr steht vor der Tür’.
Das Bau’n hat viel zu schaffen gemacht,
beim Ende hat’s dann Freude gebracht.
Ich wünsche Dir ein frohes Fest
und daß der Rutsch ins neue Jahr Dich zufrieden stimmen läßt.

an Sabine:

Mein liebes Schwesterlein!
Du bist zwar klein,
doch ganz schön stur.
Der Haken ist nur,
daß Du auch lieb sein kannst,
wenn Du zum Beispiel im Fußball gewannst.
Ich wünsche Dir viel Freud’, keinen Schaden,
mit Deinem schönen Kaufmannsladen.
Sei also bitte lieb, nicht nur zu mir,
sondern auch zu den Leuten rings um Dir.

an Oma:

Zunächst ein frohes Weihnachtsfest,
zu lesen brauchst Du nicht den Rest.
Mein Geschenk für meine Oma
ist wirklich nur für sie da.
Für’s Spritgeld dank’ ich hier nochmal,
ich glaub’, daß ich’s zurückbezahl’.
Ich sag es ein für allemal,
mir ist es wirklich sehr fatal.
Ich hab’ das hier zustand’ gebracht
und hoffe, daß es Freude macht.
Ich möchte hiermit schließen
und lass’ noch herzlich grüßen.

an Opa:

Der Weg hindurch das Jahr ist weit,
heran kommt schon die Weihnachtszeit.
Doch, lieber Opa, sei nicht böse
- obwohl ich Deinen Wunsch einlöse -,
daß er für Weihnacht
und Geburtstag
als Geschenk ist gedacht.
Ich hoffe, Du verstehst mich hier.
Ich wünsche Dir
ein frohes Fest,
(das nichts zu wünschen übrig läßt?)

Weihnachtsgedichte 1978

an Mutti:

Liebe Mutti, heut’,
hat sich der Weihnachtsmann nicht gescheut,
auch wieder Dich zu besuchen
- ohne Fluchen -.
Deshalb frohe Weihnachtsgrüße,
damit er sich wieder blicken ließe.

an Papa:

Nun ist bald wieder ein Jahr ‘rum,
und einige Nachbarn gucken dumm,
daß wir, auch ohne Scheuerleisten,
wichtigere Dinge uns konnten leisten.
Deshalb frohe Weihnachtsgrüße,
damit sich die Nachbarschaft so schnell nicht wieder blicken ließe.

an Sabine:

Schwesterlein Sabine.
Manchmal bist Du zwar ‘ne Trine,
dennoch aber kam er an,
der Weihnachtsmann.
Deshalb frohe Weihnachtsgrüße,
damit er sich wieder blicken ließe.

an Oma:

Nochmals vielen, vielen Dank
für die Steaks und den Gestank,
den ich in der Küche machen durfte, immer,
na ja, es wurde ja auch immer schlimmer.
Deshalb frohe Weihnachtsgrüße,
damit ich mich wieder blicken ließe.

an Opa:

Wenn Du auch manchmal lästern tust,
daß ich die Küche hab’ verrußt,
so bleib’ doch weiterhin fidel.
Übrigens, in dem Stollen ist zu viel Mehl.
Deshalb frohe Weihnachtsgrüße,
damit es sich auch mal blicken ließe.

Ein Weihnachtsmärchen (1979)

Es war einmal ein Weihnachtsmann, der hieß Kunibert und hatte einen langen weißen Bart. Wie alle anderen Weihnachtsmänner war auch er in der Gewerkschaft. So bekam er in schlechten Zeiten wie zum Beispiel Frühling, Sommer und Herbst immer Beihilfen, um leben zu können. Er war ein sehr guter Weihnachtsmann, denn er machte in jedem Jahr die größten Umsätze und besuchte die meisten Kinder. Deshalb war er auch sehr angesehen und führte in der Weihnachtsmanngeneralgewerkschaftsversammlung oft das Amt des Vorsitzenden aus. Doch seit dem letzten Jahr ist er nur noch ein einfaches Mitglied in dieser Versammlung.

Der Oberweihnachtsmann hieß Ratzeputz. Er war ein strenger, aber gerechter Chef. Nun trug es sich einmal zu, daß Kuniberts Schlitten rostige Kufen bekam, da es im Sommer so geregnet hatte. So ging er zu Ratzeputz und erzählte ihm sein Leid, denn so würde er seinen lieben Schlitten nicht mehr durch den SÜV bringen. SÜV war der Schlitten-Überwachungs-Verein. Aber schließlich wußte der Oberweihnachtsmann doch einen Rat. Er sagte zu Kunibert:

“Kunibert, stelle einen Wunschzettel für Weihnachten auf und gib ihn mir. Ich werde dann für dich Weihnachten zwei Tage vorziehen. Schreib also auf deinen Wunschzettel, daß du dir einen neuen Schlitten wünschst.”

So tat es dann der Weihnachtsmann Kunibert auch, und Heiligabend wurde um zwei Tage vom 26. Dezember auf den 24. Dezember vorverlegt.

Es gefiel nun aber allen anderen Weihnachtsmännern so gut, daß dieser Tag vorverlegt wurde, daß man beschloß, auch in Zukunft Weihnachten früher zu feiern. Das wurde dann auch auf der Erde eingeführt, und weil sich alle Weihnachtsmänner noch zwei Tage später sehr darüber freuten, machte man die beiden darauffolgenden Tage auch zu Festtagen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind sie heute noch in der Gewerkschaft.

Beitragsdetails

gravatar

Kategorie » Bleistift und Papier «

Trackback: Trackback-URL |  Kommentar-Feed: RSS 2.0

Beitrag kommentieren.

Ein Pingback

  1. 21 Okt 2006

    Querdenker » Blog Archive » Charity-Nachtrag2: Aktivisten-Übersicht

    via Pingback

    [...] WebNobbi [...]

Schreibe einen Kommentar

;-) ;) :| :w: :twisted: :sti :spdd :spd :pwa :prost :papp :oops: :n: :mrgreen: :m: :lol: :l :k :g: :doh :daumen :a :P :? :-) :) :( 8O