Die Gocher CDU ist ja nunmal bekannt dafür, dass sie absolut rechtssicher ist. Dies hat die Vergangenheit schon mehrfach gezeigt *räusper*. Auf den Rathausneubau möchte ich hier gar nicht mehr groß eingehen, aber wie war das noch mit dem Frauenförderplan der Stadt Goch nochmal, dessen Unrechtmäßigkeit seinerzeit nur durch die Hartnäckigkeit der SPD Goch und vor allem Bettina Trenckmann dann durch die Kommunalaufsicht bestätigt wurde? Dies nur mal so zur Erinnerung…
Nun ist es nach Kommunalwahlen ja so, dass sich nicht nur im Rat (Ver-)Änderungen ergeben, sondern demzufolge auch in dessen Ausschüssen. Sowohl personell wie auch proportional gemäß des geänderten Wählerwillens. Und der Gocher Wähler wollte keine absolute Mehrheit mehr. Im Rat nicht, also auch nicht in den Ausschüssen, aber das ist wieder ein Thema für sich, jedenfalls haben dies die Wähler geschafft – rein rechnerisch.
Aber da gibt es welche mit Laubfrosch-Mentalität. Keiner weiß, wie er sich im nächsten Moment verhält, der verlässliche Partner, der jetzt mit der Sprache rauskommt, schon vor der Wahl geködert worden zu sein. Aber auch das ist mir ein Extra-Thema wert.
Hier geht es um eine erste derbe Schlappe des neuen Gocher Bürgermeisters Karl-Heinz Otto samt der Gocher CDU und seines Vorgängers Rudolf Lange! Was der “Normal”bürger wohl kaum wissen konnte (jetzt weiß er es sicher): Ein sachkundiger Bürger, als der Herr Lange in der Verbandsversammlung der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze installiert werden sollte, darf in diesem Gremium gar nicht vertreten sein.
Dies berichtet die NRZ (Goch) in ihrer heutigen Ausgabe:
Rudolf Lange ist wieder raus
GOCH. Peinliche Schlappe für die Christdemokraten: Ex-Bürgermeister Rudolf Lange wird nun doch nicht Mitglied der Verbandsversammlung der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze werden – weil er es laut der Satzung des Verbandes gar nicht werden darf. Dort ist festgelegt, dass nur Mitglieder des Rates, nicht aber sachkundige Bürger Mitglieder der Versammlung werden dürfen. Und als einen solchen hatte die Gocher CDU-Fraktion den Ex-Bürgermeister bei der jüngsten Ratssitzung in das Gremium gehievt.
11.11.2004 JAN JESSEN
Ich wäre doch ein Schelm, wenn ich dabei etwas böses denken würde, oder? Bin ich aber nicht, denn nach all dem, was in unserer 33.000-Einwohner-Stadt in letzter Zeit so abgegangen ist, bin ich fast schon nicht mehr verwundert, dass die Dreistigkeit (oder etwa doch Unwissenheit, Herr Otto, liebe Gocher CDU?) alles zu versuchen, um bestimmte Personen und bestimmte Machtgefüge zu installieren bzw. zu erhalten, trotz des versprochenen Politikwandels immer noch bemüht wird.
Soll der Volksmund davon jetzt von “Maskerade” sprechen oder darf er diese Politposse nunmehr auch un”gestraft” als “Clownerie” bezeichnen? Ich bin kein Jurist, nur ein Wähler mit eigener Meinung – nur mal so dahergeblogt… *)
*) Das hier ist ein Blog, Herr U. aus Goch. Mein persönlicher Blog. Das heißt auch: Mein Wohnzimmer sozusagen. Und hier kommen auch noch Ihre Unqualifiziertheiten mir gegenüber rein. Die habe ich mir nämlich genüsslich kopfschüttelnd ausgeschnitten und eingerahmt. Sowas darf ich hier, an dieser Stelle, nicht dem Web, also der Öffentlichkeit, schuldig bleiben. Solange Sie sich nicht in derselben Form in denselben Medien entschuldigen, Herr Vorsitzender der Gocher CDU!


